Ein Indie-Comeback

Ein bekannter Vertreter des Indie-Rock ist die Band um den Indie-Sänger Conor Oberst: Bright Eyes. Durch die ständig wechselnden Mitgliedern handelt es sich um ein sogenanntes Band-Projekt, das 1995 in Nebraska gegründet wurde und bei dem Independent-Label Saddle Creek Records unter Vertrag steht. Der Begriff des Independent wird durch das Fehlen fester Bandmitglieder neu interpretiert: Es handelt sich um ein Projekt, an dem zig Menschen unabhängig voneinander beteiligt sind und so verschiedene Klänge in die Alben mit einbringen.

2020 kündigt ein Comeback an

Seit ihrer Gründung nahm Bright Eyes insgesamt elf Studioalben auf. Obwohl das letzte Album im Jahr 2011 veröffentlicht wurde und seitdem lange Zeit bis auf kleinere Tourneen nichts mehr zu hören war, kündigten die Social-Media-Profile der Band kürzlich ein Comeback an. Tourdaten wurden veröffentlicht, unter anderem einige Termine in Deutschland. Ob mit der Tour auch ein neues Album kommt, bleibt abzuwarten. Informationen lassen sich auf Twitter, Instagram, Facebook oder der offiziellen Website finden. Auch scheint der Social-Media-Auftritt ein moderneres, frischeres Profil zu verfolgen: Es werden beispielsweise Tweets von Fans geteilt und auf Fragen geantwortet. Auch auf Instagram wird erstmals online mit Fans interagiert.

Bright Eyes zeichnet sich durch den melancholischen Gesang des Frontmanns aus, die poetischen, nachdenklichen Texte und die verschiedenen stilistischen Einflüsse der Country- oder Folkmusik. Die Texte erzählen oft detaillierte Geschichten, die sich abseits der Themen von Mainstream-Musik bewegen. Bei Gründung der Band war Conor Oberst gerade mal dreizehn Jahre alt, die Songs schrieb er immer selbst. Zehn Jahre später erreichte die Band ihren Debüt. Ihre größten Singles waren First Day Of My Life und Lua. Das bekannteste Album ist das 2005 erschienene I’m Wide Awake, It’s Morning, das in Großbritannien Silber und in den Vereinigten Staaten sogar Gold erhalten hat.

Was die Band für dieses Jahr geplant hat, bleibt abzuwarten. Der Besuch eines Konzerts ist auf jeden Fall lohnenswert.